Weltcup #3 La Bresse (F)

Zuerst mal die positiven Seiten des Wochenendes: Der Rennkurs im heimatnahen La Bresse war wirklich einzigartig. Ein langer Anstieg und dann ein langer, natürlich angelegter Downhill mit vielen technischen Passagen über Wurzeln und Steine. Durch den Regenguss in der Nacht vor dem Rennen ist er zwar nochmals schwerer und tückischer geworden als ohnehin schon, doch insgesamt ein Cross-Countrykurs für’s Bilderbuch. Dazu noch die enthusiastische Menge an Zuschauern, die einen schon beim Training angefeuert hat- ein richtiges Mountainbikeerlebnis. Schade nur, dass ich im Moment nicht wirklich in Form bin und auch nicht wirklich einen guten Tag erwischt habe, sodass der Spaßfaktor auf dem Kurs nicht ganz so groß war. Wenigstens ging es aber schon wieder besser als in Albstadt, zumindest fühlte ich mich von Runde zu Runde besser. Deshalb machte es schon Sinn an den Start zu gehn, da ich die Wettkampfbelastung auch brauche. Mein Ziel war es, zumindest nicht überrundet zu werden. Doch als ich wieder um Platz 60 rumeierte und bei der Zieldurchfahrt jeweils die Rückstände nach vorne sah, rechnete ich eigentlich damit, dass ich nach der 4. von 5 Runden aus dem Rennen genommen werde. Doch so langsam war ich wohl dann doch nicht, denn ich wurde dann doch noch für eine 5. Runde durchgewunken. Zum einen ja positiv, da die vierte Runde eigentlich ganz gut lief und ich mich auch in den Downhills sicher fühlte. Doch irgendwie hatte ich ein bisschen Bedenken. Trotzdem entschloss ich mich, meine letzten Kräfte und Konzentration nochmal zu mobilisieren und das Rennen zu beenden. Das wäre mir auch fast gelungen, wäre ich nicht im letzten Teil des Downhills in einer schlammigen Steinabfahrt hängen geblieben und gestürzt. Zunächst wollte ich gleich aufstehen und weiterfahren, doch bemerkte ich dann, dass die Schmerzen in meiner linken Hand daher rührten, dass mein Daumen zur Handinnenfläche hin luxiert war. So war nichts mit weiterfahren, aber ich wollte zumindest noch die letzten ca. 800m ins Ziel rennen. Doch nach ein paar Metern bekam ich so Kreislaufprobleme, dass ich mich lieber an den Streckenrand gesetzt habe. Damit war das Rennen dann endgültig beendet. Doch kommen wir damit wieder zu positiven Aspekten des Tages, da mich viele hilfsbereite und kompetente Leute versorgt haben. Danke an Andi Günther, der gleich bei mir war, danke an den jungen Mann, der zur Hilfe kam und Übersetzungshilfe anbot. Großes Lob und herzlichen Dank an den Rennarzt, der es doch glatt ohne große Schmerzen und auf Anhieb hinbekommen hat, den Daumen zu reponieren. Da war ich erst mal überglücklich und erleichtert. Zurück in Freiburg ließ ich mich noch in der Notaufnahme weiterversorgen (Danke an die kompetenten und netten Kolleginnen und Kollegen!). Das Ende vom Lied: Schnittwunde am linken Knie mit 6 Stichen genäht, das Daumengelenk Gott sei Dank samt Bändern intakt. Doch nun trotzdem mindestens 3 Wochen Immobilisation des Daumens, zunächst 1 Woche mit Unterarmgips. Somit erst mal wieder Trainingspause. Und auf der Arbeit fall ich auch erst mal für ne Woche aus. Nun ist erst mal Zeit zu überdenken wie und ob die Saison noch weitergehen soll. Aber ich denke das wird sich zeigen. Doch eigentlich ist mir die Lust am biken deshalb noch nicht vergangen…

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